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Whistler - der Hausberg von Jasper 2/2

Blick vom Gipfel des Whistler in Richtung Süd-Osten

Von der Bergstation der Seilbahn kann man sehr gut den Wapiti-Campground sehen. Dort stehe ich seit einer Woche auf dem freien Platz im Wald (s.u.), Site AA15, gleich neben dem Athabasca River. Bis zur Bergstation der Seilbahn sind es von dort aus genau vier Kilometer, bis zum Summit noch einen knappen Kilometer mehr. Hier oben ist es ziemlich kalt, um die 6 Grad.

Der Wapiti Campground

 

Aber was für eine schöne Aussicht, so dicht an der Unterkante der Wolken! Vom Gipfel aus sehe ich auch den Weg, der runter nach Jasper führt. Auf diesem Weg (und auch von der Seilbahn aus) sind viele Slides, Geröllhalden mit grossen Felsbrocken zu beobachten, die von einem Bergrutsch stammen und viel Ähnlichkeit mit Franks Slide haben. Allerdings ist das hier länger her, denn es sind viele Flechten auf den Steinen zu sehen. Aber man sieht direkt, wie sich hier an den steilen Hängen alles bei Regen und Schnee bewegt! Deshalb wächst auf vielen Flächen auch nichts, sie sind ständig auf dem Weg nach unten.

Auf einem ausgetretenen Wanderweg laufe ich die 1.000 Meter Höhendifferenz nach unten. Nach knapp drei Stunden stehe ich wieder vor meinem Camper, den ich an der Talstation abgestellt hatte. Das war eine wirklich schöne, unkomplizierte Wanderung mit Aussicht auf Jasper und die dahinter liegenden Kalksteingebirge. Am Anfang des Abstieges gab es ein paar leichte Graupelschauer. Dann schien öfters die Sonne. Erst auf dem Campingplatz, mit der Sicht auf den Whistler, werde ich fast nass: Es giesst heftig, aber es ist nur eine tiefe Wolke. Nach einer halben Stunde ist alles vergessen und jetzt beim Sonnenuntergang ist der Himmel teilweise wieder blau. Aber oben am Whistler gibt es auch dunkle Regenwolken.

Der Whistler vom Campground aus

Jürgen Albrecht, 23. August 2001, 20.04.2004

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Auf dem Rückweg: Blick auf Jaspers und die Collin Range