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Grosse Lanschaftsfotos | Grosse Polarlichtfotos |
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Bye Bye LofotenEine wunderbare Winterreise geht zuende. Blanke Natur und Winterbilder, wie ich sie das letzte Mal 1944 in Schlesien gesehen habe. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter und mit Reinhard, weil er wusste, wo auf den Lofoten die Bilderbuchmotive zu finden sind. DANKE an Reinhard & Thorben, den Wettergott und an die angenehmen Leute der Reisegruppe. So viele Winterbilder im Kopf - Da fällt besonders auf, dass die Sommerbilder aus dem Jahr 1994 stammen (Lofoten und Steine/Bö, auf Langö). Auffrischung dringend erforderlich! 27.02.2011 14:46 - Nach dem Start über Harstad Kommune / Berlin, 09.03.2011RückreiseSonntag - Am Morgen noch in Hov mit Tauwetter, am Abend wieder in Berlin und dort ist es kälter, als im hohen Norden! Vor dem Abflug und auf der Fahrt zum Airport nach Harstad/Narvik noch ein Abstecher nach Digermulen - Wir liegen gut in der Zeit, die Strassen sind eisfrei. Ein markanter Berg in Schwarz/Weiss auf der Gegenseite. In Digermulen ein runder Granitkegel (?), der aussieht wie der Bald Head in Albany/Australien. Das Wetter ist sehr durchwachsen, Sonne, Nebel und Regen. Der Eingang des Trollfjords verschwindet im Regendunst. Am Airport Harstad aber scheint wieder die Sonne. Wir starten und fliegen planmässig via Oslo nach Berlin. Um 21:30 Uhr habe ich meine Wohnung wieder erreicht und eine wunderbare Winterreise ist viel zu schnell zuende.
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Donnerstag - Nach dem Frühstück gegen 11 Uhr Foto-Seminar mit C. M. aus V. über Bildgestaltung … Draussen ist herrliches Foto-Wetter und es ist klar: Ab morgen Sauwetter. Müssen wir uns das wirklich antun? Wintertouristen sind diszipliniert, sie rutschen aber unruhig auf ihren Stühlen herum. Ein ausnahmsweise frühes Mittagessen, das sonst ein Abendbrot ist. Wieder vorzüglich von Erika gekocht, die an den Kochtöpfen scheinbar die gleichen Erfolgserlebnisse hat, wie hinter ihrem langen Objektiv. Kurz vor 15 Uhr dann endlich Start zu einem Ausflug. Das Thema: Blaue Stunde. Eine interessante Aufgabe, und natürlich sind dafür auch herrliche Fotomotive zu finden. Wir fahren einen weiten Bogen, um zum Sonnenuntergang bei den Bergen zu landen, die wir vom Base Camp aus jeden Morgen rechts von uns in der Sonne liegen sehen: Die Fjordlandschaft um Laukvika. Eine kleine Kirche, Berge und Fjorde, über denen Seeadler nach Fischen jagen. Danach zum Polarlightcenter in Laukvik. Leider ist es geschlossen, als wir um 18:30 Uhr im Schneetreiben unangemeldet davor stehen. Weiter und zurück nach Svolvaer. Um 19:45 Uhr eine Stunde Foto Tour durch das dunkle Svolvaer. Um 21 Uhr sind wir in Hov zurück und es ist klar: Das Wetter ändert sich: Starker Wind, Schneetreiben und Temperaturen nur noch knapp unter Null.
Heute sind wieder Polarlichter in Richtung Norden am Himmel von Hov/Lofoten zu sehen:
Wer so ein Bild gross, unbearbeitet und im Original sehen möchte - Hier geht's lang ...
Mittwoch - Heute auf dem Kong Olavs veg von Hov über die E10 nach A i Lofoten, rund 200 Kilometer. Dort wird im hohen Schnee eines grossen Parkplatzes der südlichste Punkt der Winterreise erreicht. Der HOLUX-Tracker läuft mit, sodass der südlichste Punkt unserer Reise exakt dokumentiert werden kann. Wir starten schon um 9:15, der Sonnenaufgang verspricht bestes Foto-Wetter: Minus vier Grad, wenig Wind, viel Sonne, Wolken und Berge mit unglaublich weissem Schnee. Wie soll man das alles fotografieren?! "Zahnstreifen" auf der vereisten Strasse: Das Gegenstück zu Waschbrettern auf einer Schotterpiste. Eine erste Fotopause in Nusfjord. Hier kann man bei "Landhandel" sehen, wie vor 30 Jahren ein Tante-Emma-Laden auf den Lofoten ausgesehen hat. Der nächste Halt in Flakstad, hier wird in einer Fischverarbeitung Fisch eingekauft - frischer geht es nicht. Und dann sind wir gegen 14 Uhr in Reine - besseres Fotowetter geht nicht. Hier kommen die Lofoten-Bilder her, die man aus Bildbänden kennt! Dann nach A I Lofoten: Ende der E10. An 15 Uhr, Spaziergang und alles zu, kein Kaffee. Hier befindet sich das Torrfisk-Museum, in dem ich schon 1994 war: Bilder von den entsetzlichen Arbeitsbedingungen der Kabeljaufischer! Leider ist auch dieses Museum heute geschlossen! Um 15:45 Uhr am südlichsten Punkt dieser Tour! Dann in einem Ritt zurück nach Hov. An 18:15 h. Heute Abend gibt es Fisch ... und Polarlichter!!
... ohne Ehrgeiz bekommt man aber bei Schneesturm keine besseren Fotos:
Dienstag - Heute kein Ausflug. Wir sitzen im Base Camp und gleich zwei Foto-Seminare finden statt. Ein Jammer, denn draussen ist herrliches Foto-Wetter. Reinhard hat eine angeblich professionelle Fotografin engagiert, die er vorher nicht in Aktion erlebt hat. Das geht gründlich schief. Den hier versammelten Foto-Profis braucht nicht mehr erklärt zu werden, was Blende, Tiefenschärfe und ISO ist. Die meisten Zuhörer verstehen mehr von Digitalfotografie als C.M. aus V., denn deswegen haben sie diese Foto-Tour gebucht. Der mit diesen Seminaren überforderten Dame fehlt fundiertes Fachwissen, pädagogisches Feeling und sie ist in allen technischen Aspekten sehr schwach. Ihr Publikum aber ist äusserst diszipliniert und von ausgesuchter Höflichkeit. Alle verdrehen im Geiste die Augen, aber niemand sagt etwas dazu, um die Stimmung der Gruppe zu retten und auch, um Reinhard nicht in Verlegenheit zu bringen. Anstatt in die Sonne zu gehen und zu fotografieren, lassen wir die peinlichen Foto-Seminare über uns ergehen. Zeitverschwendung.
Gegen 15:30 Uhr laufe ich mit der Camera in Richtung Hafen. Das Wetter hat sich geändert, keine Sonne, minus drei Grad und ein stark böiger Wind. Nach ein paar Minuten ohne Handschuhe denkt man, die Finger sind erfroren! Experimental-Bilder bei sehr wenig Licht mit reduzierter Auflösung und hohen ISO-Werten. Auch unter solchen Umständen liefert die Nikon P7000 noch brauchbare Bilder!
Montag - Wieder ein Tag mit herrlichem Foto-Wetter und Polarlichtern in der Nacht! Nach einem spektakulären Sonnenaufgang sind wir mit dem Ziel Svolvaer auf der E10 unterwegs. Nach mehreren Fotopausen erreichen wir gegen 12:30 Storvagan. Das Lofoten Museum ist im Winter leider geschlossen. Ottern und Seehunde im Meeresaquarium aber können nicht beurlaubt werden. Die Tiere fühlen sich offensichtlich wohl, auch wenn das Wasser eiskalt sein muss. Viel Schnee und es schneit. Um 13 Uhr sind wir in Svolvaer und haben zwei Stunden Zeit zum Bummeln. Aber ich habe mein ganzes Geld in Hov vergessen! Reinhard borgt mir einen 500-Kronen-Schein. Besichtigung der kleinen Stadt. Die Hotelinsel mit dem ersten Haus am Platz, das Rica Hotel. Dann ein schneller Spaziergang über die hohe Brücke zur Insel Svinoyo: Wir wollen die Bilder von Gunnar Berg sehen, aber auch diese Galerie hat geschlossen. Magic Ice und das Krigsminne-Museum haben geöffnet. Aber die Zeit reicht nicht, denn wir wollen noch einen Kaffee trinken. Kaffee und Kuchen stehen vor der Kasse und ich reiche die 500 Kronen über die Theke. Misstrauisch wird der Schein beäugt ... "Das sind schwedische Kronen! Damit können Sie hier nicht bezahlen." Das Kleingeld reicht gerade noch für zweimal Kaffee, auf Kuchen müssen wir verzichten. Haben wir nicht genau deswegen beim Frühstück Stullen geschmiert? Hungrig beissen wir in die Brote, als eine nette Frau uns freundlich mitteilt, wir könnten uns den Kuchen holen, sie habe ihn gerade bezahlt! Sie hatte unser kleines Drama beobachtet. Grosse Überraschung, grosse Freude und herzlichen Dank! Geburtstagskaffee doch mit Kuchen! Die gleiche Situation noch einmal bei der Fahrt zum Flughafen Harstad: An einer Tankstelle wird meine Master Card nicht akzeptiert. Aber der Mann hinter dem Kaffeeautomaten hat Mitleid mit Touristen in Not und bringt uns einen Kaffee ans Auto! Wenn man auf "arm" macht, verhungert man im teuren Norwegen nicht ...! Bei der Abfahrt aus Svolvaer kommt die Sonne hinter den Wolken hervor. Ganz eigenartige Beleuchtung und ein strahlender Sonnenuntergang in der Nähe von Sandoya an diesem ereignisreichen Tag.
Sonntag - Nach einem farbenprächtigen Sonnenaufgang den ganzen Tag unterwegs auf der E10 in Richtung Süden. Viele Foto-Pausen und ganz verschiedene Bilder! Wikinger-Museum in Borge, Leknes und zum Sunset in Ballstad. Ein kleiner Hafen, leider ohne Sonnenuntergang, stattdessen mit einer grossen, schwarzen Schneewolke!
DAS IST DAS LETZTE BILD VON DEN LOFOTEN ... vorerst.
Die ausserordentliche Dynamik der 12-Personen-Foto-Fan-Gruppe
lässt keine Zeit mehr für die weitere Live-Dokumentation. Bilder fotografieren ist wichtiger als Bildbearbeitung. Deshalb wird diese Lofoten-Dokumentation erst im März 2011 zum Abschluss gebracht. Hov, 20.02.2011 23:41
WIEDER ZURÜCK IN BERLIN, versuche ich die Ereignisse zu rekonstruieren. Entscheidend für die geänderten Umstände, die eine ruhige Dokumentation verhindeten war die Grösse der Gruppe, die überflüssigen Foto-Seminare von C.M. aus V. und die Tatsache, dass jeden Abend das Stichwort "NORDLICHT !!" eine sofortige Flucht an die Stative mit den Kameras auslöste ...!
Samstag - Gestern bei der Ankunft Schneesturm - Heute scheint die Sonne! Wir machen eine Rundfahrt um die Insel Gimsoya mit einem Abstecher nach Henningsvaer. Überall Postkartenmotive - das ideale Fotowetter. Am Abend soll das erste Foto-Seminar stattfinden. Aber die Fotografin entdeckt erste Nordlichter am bewölkten Himmel und veranlasst plötzlich alle zu einem ersten Foto-Shooting in Schnee und Kälte, ohne dass erst einmal Grundlagen vermittelt wurden, was in so einem Fall zu tun ist. Der hektische Auftakt der Foto-Unterweisungen durch C.M. aus V., typisch für das, was in den nächsten Tagen folgte. Es gab tatsächlich die ersten Andeutungen von Nordlicht - Aber sie entsprachen absolut nicht meinen hochgesteckten Erwartungen und Ansprüchen ...!
... ein Nordlicht. Dieses hängt als Foto hier im Northern Lights Base Camp in Hov. Danke an den Künstler GEIR NOTNES, der es fotografiert hat. Mehr bei www.notnes.foto.no
Freitag - Heute Morgen Schnellstart in Offersoy. Um 8:45 Uhr sitzen wir im Minus 4 Grad kalten Auto. Es ist bedeckt und windig. In der Nacht hat es ein paar Zentimeter geschneit. Die Strasse zur E10 ist noch nicht geräumt, aber befahrbar. Wir fahren durch eine Winterlandschaft, als ob wir in den Alpen wären. Tief verschneite, hohe, schroffe Berge und Trogtäler, die an die Eiszeit erinnern. Zwischen diesen Bergen aber taucht immer wieder der Atlantik auf, es müssen also doch die Lofoten sein. Meistens wenig Sicht, heftiger Wind treibt den Schnee über die Strasse. Manchmal aber ist auch klare Sicht, dann sieht man eine bergige, schneebedeckte Küste. Um 10:10 Uhr fahren wir über eine Brücke: Wir sind auf den Lofoten. 45 Minuten später sind wir in Svolvaer, hier wird getankt und eingekauft. Dann geht es weiter auf der E10 in Richtung Nordwest. Über eine grosse Brücke erreicht man über die E10 die Insel Gimsoya. Hinter der Brücke nach rechts und dann immer nach Norden, an der Küste entlang. Erst ist ein blaues Loch zu sehen, dann reisst der Himmel ein Stück auf: Dramatische Wolken und blauer Himmel über dem arktischen Atlantik! Kurz nach 12 erreichen wir unsere Herberge für die nächste Woche: Ein Farmhaus mit sechs Betten und ein rustikales Golfhotel direkt hinter dem felsigen Strand. Wir beziehen unser Quartier, Reinhard und Thorben laden den Anhänger aus. WLAN funktioniert auf Anhieb und ist free. Heute offensichtlich ein selbstverständlicher Service. Gegen 14:30 Uhr fahren die beiden Autos wieder los: Am Flugplatz bei Narvik kommen heute gegen 19 Uhr die acht anderen "Kursteilnehmer" der Nordlicht-Foto-Safari an und sie wollen abgeholt werden. Starker Wind, Minus 3 Grad, der Schneepflug fährt periodisch am Haus vorbei. Die Fahrt nach Narvik hin und zurück (2 x 200 km) wird nicht einfach sein.
Sonnenuntergang heute in Hov um 16:24 Uhr. Ich erprobe meine Winterausrüstung und wage mich um 16 Uhr in den Schneesturm ...! Die Schneehose ist nicht winddicht und nicht warm, nur eine lange Unterhose reicht nicht bei Minus 3 Grad und scharfem Wind. Aber das ist die einzige Schwachstelle, Schuhe und Anorak sind perfekt. Am nützlichsten ist der sibirische Waschbär-Tschapka, er schützt Kopf, Ohren und Hals. Ist es noch kälter, muss man sich einen Schal vor Mund und Nase binden. So ausgerüstet stapfe ich durch hohen Schnee zur Küste. Es ist Niedrigwasser, Schnee fegt über die vereisten Felsen. Von der Sonne ist nichts zu sehen, auch keine Nordlichter. Aber morgen ist sicher ganz anderes Wetter!
Eine schamanistische Vollmondzeremonie in einem Tipi bei Schneesturm:
Heute am Morgen stehe ich ohne was auf dem Balkon: Sonnenaufgang und die erste Sicht auf die Lofoten bei Tageslicht! Das ist bei 10 Grad Minus und Wind nur wenige Sekunden auszuhalten, aber was macht man nicht alles für ein interessantes Foto! Und gleich kommen auch noch fünf (!) Elche vor die Kamera gelaufen! Das fängt ja gut an, auf den Lofoten ...!
Bei Sonnenuntergang eine Ausfahrt von Offersoy zum Ende der Strasse. Dort liegt der Hafen von Ornholmen, kalt, vereist und blau. Minus 8 Grad. Nichts bewegt sich hier. Das ist das Ende der Welt.
Am Morgen des 16. Februar die spannende Frage: Sind die Autos nach einer Nacht mit Minus 35 Grad noch zu starten? Sie starten und wir fahren auf der E45 weiter nach Norden in Richtung Kiruna. Die Sonne scheint und man kann die vielen Postkartenmotive nicht alle fotografieren! Wir fahren durch eine märchenhafte Winterlandschaft. Ein erster Zwischenstopp beim Icehotel vor Kiruna. Wer eine Herausforderung sucht kann hier ausprobieren, wie lange er es nackt mit seinem Schätzchen auf einem Rentierfell bei Minus 35 Grad aushält! Kaffee und Kuchen gegen 14 Uhr über dem See von Abisko, eine herrliche Gegend mit Skilift, sicher auch im Sommer lukrativ. Anschliessend soll es auf der E10 über den Pass nach Norwegen und nach Narvik gehen. Aber um 14:30 Uhr stehen wir vor der Schranke. Der fast volle Mond ist aufgegangen und wir warten eine gute Stunde auf den Schneepflug, denn hier geht es nur im Konvoi weiter, hinter dem Schneepflug. Die Fahrt über den Pass ist ein Erlebnis für sich! Wind weht den Schnee über die Strasse, Temperaturen um 30 Grad Minus und auf der linken Seite der Sonnenuntergang! Oben beim Grenzübergang (ca. 500 m über NN) wieder warten auf den Konvoi. Aber ab 17:05 Uhr fahren wir über den Kong Olavs veg in Richtung Narvik. Es wird dunkel und der Mond steht über dem Atlantik, als wir die Küste erreicht haben. Noch eine Stunde und wir sind nach rund 600 Kilometern in Offersoy, am südlichsten Punkt der Vesteralen angekommen. Wir werden erwartet, die komfortable Hütte des Feriensenter Offersoy ist vorgeheizt. Vom Balkon aus sieht man die Berge der Lofoten im Mondlicht!
Am 15. Februar überfahren wir auf der E45 wenige Kilometer nach dem Start in Kyrktasjö die Grenze zu Lappland. Es ist kalt, um 25° Minus, und die Sonne ist nicht zu sehen. Sie ist erst beim Sonnenuntergang zu sehen. Drei Rentiere laufen auf der Strasse. Sie flüchten vor unseren Autos in den Wald und stecken dort hilflos bis zum Bauch im Schnee. Um 15:30 Uhr ein wunderbarer Sonnenuntergang mit Schnee, Rauhreif und rot angestrahlten Wolken. Kurz danach erreichen wir den Polarkreis! Da muss natürlich ein Foto bei inzwischen Minus 33 Grad gemacht werden. Eine Viertelstunde später haben wir Jokkmokk erreicht und nehmen Quartier in dem komfortablen STF
Jokkmokk Vandrarhem. Sehr zu empfehlen: Sauna im Keller! Aber WLAN ist defekt ... schwer zu ertragen! Und gleich nach dem Check in passiert ein mittelgrosses Wunder: Ich sehe in einem Radio und TV-Shop eine Maus!! "I want to kiss you!!", sage ich zu dem Verkäufer ... aber er will nicht.
Immer noch ohne Maus! Trotzdem heute rund 550 Kilometer von Malung bis Kyrktasjö geschafft. Die Fahrt war wunderbar, das Touchpad nervt! Sonne, Nebel, Rauhreif und Strassen, die nur mit Spikes zu befahren sind. Eine wunderbar ruhige Landschaft mit wenig Verkehr. Aber kalt: zwischen 18 und 24° ... natürlich minus! Gegen 18 Uhr angekommen im STF Kyrktasjö Vandrarhem. Fast zwei Stunden Stromsperre, gerade als wir die Rouladen und die vielen Klösse aufgegessen hatten. Aber um 21:30 Uhr war der Strom wieder da. Nix mit mal früh ins Bett - Erst den Rechner an ...! Morgen bis Jokkmokk, da gibt's ne Maus!
Am Sonnabend mit Die Bahn von Berlin nach Kiel. Dort empfangen von Reinhard & Thorben und Umstieg in zwei Land Rover. Einchecken auf der Stena Line nach Göteborg. Ein opulentes Dinner am Abend im Bordrestaurant. Heute Morgen 7:33 Uhr Sonnenaufgang 1 1/2 Stunden vor Göteborg. Nach einem wieder reichlichen Frühstück (All you can eat ...) verlassen wir die Fähre und fahren auf der E45 nach Norden. Strahlend blauer, wolkenloser Himmel, über dem Horizont auch manchmal Zyan. Sonne, wunderbarer Rauhreif, auch mal Nebel und viel Schnee bei Minus 14 Grad. Gegen 16:30 Uhr kommen wir in Malung an: STF Malung Vandrarhem. Selbstverpflegung aus Reinhards Vorratslager im Anhänger: Nudeln mit Pesto. Das erste Mal bewährt sich die Teamarbeit der gerade gegründeten Kommune!
Dann eine Überraschung: Die Herbergschefin meinte, es gibt hier kein WLAN. Aber es melden sich sogar zwei ungesicherte Zugänge! Aber meine Maus hat den Geist aufgegeben. Mittlere Katastrophe, wenn man im Leben fast noch nie mit dem Touchpad gearbeitet hat ...!