Update 30.11.2004 18:26

Weblog.al
Alltag und Technik

November 2004

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Comment

03. November 2004

Catch of the Day

Alltag
Alle 10 Minuten habe ich in den
letzten Stunden eine
infizierte Mail bekommen.
Virus bereits gelöscht -
Nützlicher Service von Web.de
21. November 2004

Blaukraut
What this?

Blubberndes Wasser in einer Pfanne
Was ist das ?


Sicht auf Titan

Quelle: c't 2004, Heft 23

washingtonpost.com, 2. November 2004

Stand: 2. Oktober 2004

Warlog against the agressive America

Suchanzeige
... mit der Bitte an die Weblog Community:
Bitte schickt diese Anzeige
an Eure E-mail Adressen. Download des Bildes (5 KB) vom Browser möglich.
Bei Erfolg grosse Freude. DANKE im Voraus !!
21.Mai 2002, 0:14

ACHTUNG
=> 50 Jahre Abitur <=
Treffen in Salzwedel vom 20. bis 22. Mai 2005

 

 

 

WikiNews
Welcome to Wikinews, a free-content news source. We embarked on this journey in November 2004, and have written 96 articles. Our mission is to create a world where citizen journalists report the news on a wide variety of current events. More ...
Kommentar Al: Das Projekt ist gestartet, vorerst nur in English: Eine unabhängige Nachrichtenzentrale, die via Internet von jedem nicht nur passiv, sondern auch aktiv genutzt werden kann. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

30. November 2004, 18:26

Testbericht Ultracompact
Unter dem vielsagenden Titel 'Pixelperlen' ist in der aktuellen c't 2004, Heft 25, Seite 118, ein Testbericht zu ultracompacten Digitalcameras erschienen.

Aus diesem Bild ist zu erkennen, welche Cameras getestet wurden und wie es rauscht. Nach diesem Testbericht liefert die Sony die besten Fotos, sie besitzt auch den grössten Funktionsumfang. Ihr folgt die Casio, an der die fehlende Serienbildfunktion moniert wird. Die Panasonic ist eine interessante Camera, leider besitzt sie nur eine sehr kurze Akkulaufzeit. Zwei Pentax-Cameras und keine von Kodak und HP ... Warum? Trotzdem ein interessanter Testbericht mit dem Facit: Es gibt sie noch nicht, die wirklich empfehlenswerte, ultracompacte Digitalcamera! Mehr ...

29. November 2004, 23:41

Katzen sind clever

Sehr gut kann ich mir vorstellen, dass sich Katzen gerne so füttern lassen. Das Bild stammt aus der Hunde Zeitung. Die Bildunterschrift kann ich nicht lesen, denn es handelt sich um ein chinesisches Weblog. In diesem Gruppen-Weblog geht es um Hunde - nicht nur um das Leiden von Hunden, sondern auch um Kuriositäten und skurrile Themen, wie beispielsweise Hundeprostitution oder Luxus-Hunde in Groß-Britannien. Da wird der Hund zum Menschen …
Die Deutsche Welle hat die besten Blogs nominiert, die man in verschiedenen Kategorien jetzt bewundern kann. Mehr best of Blogs ...

29. November 2004, 17:39

Leben - Lernen - Selbsterkenntnis
Eine wirklich interessante WebSite: zeitzuleben.de: Zeit zu leben ist der Online-Ratgeber für alle, die sich für die Themen Erfolg, Zufriedenheit und Lebensqualität interessieren. Bei uns finden Sie über 250 Artikel und mehr als 500 Buchrezensionen, einen wöchentlichen Newsletter, viele E-Cards, Online-Workshops und vieles mehr:
Artikel und Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung
Artikel und Tipps zu Beruf & Karriere
Artikel und Tipps zu Denken, Lernen & Kreativität
... und noch einiges mehr. Wirklich interessant. Aber nur LESEN hilft nicht, MACHEN ist wichtiger!

28. November 2004, 22:52

Reiche Leute - Armer Staat
Das Wort zum Sonntag: Was sind die Menschen nicht fähig alles zu tun, wenn sie der Sorgen los sind, der Sorgen um das tägliche Brot. Es braucht ja nicht viel, nur die Sorge um das tägliche Brot müssen sie los sein, und sie müssen so zusammen sein, daß sie wissen: "Wenn ich in Not komme, ist der andere auch da." Aber wenn sie sagen: "Ich will für mich so viel erraffen, daß ich einen anderen nie brauche, daß ich der Reiche bin und der andere der Arme", so ist das der Ruin jeder Gesellschaft in Christus. Mehr ...

Sonntag, 28. November 2004, 10:28

Erster Advent


Am 18. Oktober 2004 im Dom von Montepulciano/Toscana

28. November 2004, 9:47

Blogs sweeps across China
The rise of the blog phenomenon was made possible by blog-hosting services. Just as companies like Yahoo host email accounts, sites like blogger.com, based in the United States, host blogs. Blogs usually allow room for readers’ comments, and because they often contain numerous links to other blogs and websites, they each act as a unit in a dynamic community. Together they form an interconnected whole – the “blogosphere”. In August 2002 China had 67 million internet users. Today, it has more than 90 million, and most are hungry for information. The official China Internet Network Information Center in Beijing says 62% of internet users go online primarily to read news. Internet cafes are spreading rapidly throughout China
But the government also fears that uncontrolled online information will cause the regime to collapse. Since 2000 China’s police force has established internet departments in more than 700 cities and provinces. Perhaps the most effective component of government control is the “Great Firewall”, which protects the nine gateways connecting China to the global internet. Its main function is to prevent surfers in China from accessing “undesirable” web content. More ...

27. November 2004, 21:17

Über den Wolken ... oder ?

27. November 2004, 18:01

Mac-User sind doof
Apple polarisiert. Von wegen "einfach kaufen und benutzen". Apple-Produkte kauft man doch nicht, weil sie gut sind. Apple-Produkte kauft man doch nicht, weil sie einfach zu benutzen sind! Nein, Apple-Produkte kauft man, weil sie von Apple sind. Apple ist Kult, eine Religion, eine Sekte, eine Polemik: Macs sind was für Weicheier! Der Macintosh ist für Leute, die mit einem richtigen Computer nicht umgehen können! Und ausserdem haben alle Apple-User/innen einen kleinen Penis. Mehr über diesen kleinen Penis ...
Kult und eingebildete Avantgarde sein hat was - Jeden Tag Appledienst mit Beweihräucherung: Hier ein exemplarisches Web der Apple-Kult-Gemeinde... IT&W: 97 Prozent Mac und manchmal auch noch was über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Weiter so! Und wenn's nicht anders geht, dann eben mit zwei (oder drei?) Prozessoren.

27. November 2004, 11:06

Rechtzeitig zum 1. Advend:
Boycott Christmas
Join the Christmas Resistance Movement!
You are not alone. Together, we can RESIST CHRISTMAS!
Together, we boycott Christmas Shopping, Christmas decorations, Christmas cards, and every variety of Christmas Crap. We refuse to support the Holiday Industry. We show our love for friends and family by giving our time and care, not by purchasing consumer goods. We maintain the integrity of giving by giving spontaneously and from our hearts, rather than during a specified season. More ...

27. November 2004, 9:49

Standorte nicht bekannt
In Deutschland hat im Jahr 2004 der Erprobungsanbau mit gentechnisch verändertem Mais begonnen. Auf etwa 300 Hektar wurde im Frühjahr Bt-Mais ausgesät. Dreißig landwirtschaftliche Betriebe und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg sind beteiligt.
Weder die Standorte, noch Namen der Betriebe sind bisher öffentlich bekannt gegeben worden. Dies geschehe ausschließlich zum Schutz der beteiligten Landwirte und der wissenschaftlichen Untersuchungen, so ein Sprecher. Man befürchtet, Gentechnik-Gegner könnten die Felder zerstören. Noch kurz vor dem Start des Erprobungsanbaus war in Sachsen-Anhalt ein Versuchsfeld mit gv-Weizen verwüstet worden. Mehr ... und bei Al ...

27. November 2004, 9:28

Gentechnikgesetz in Kraft
Der Bundestag hat gestern das grüne Gentechnik-Gesetz verabschiedet. Damit treten verschärfte Vorschriften zum Anbau von Genpflanzen bereits zur nächsten Aussaat in Kraft. Gentech-Bauern müssen künftig haften, wenn Genpollen auf anderen, konventionell bestellten Äckern nachgewiesen werden - auch dann, wenn ein eindeutiger Verursacher in der Nachbarschaft nicht nachgewiesen werden kann. In einem der Allgemeinheit zugänglichen Standortregister werden künftig die Grundstücke aufgelistet, auf denen Gentech-Pflanzen angebaut werden. Mehr ...

Opposition und Wissenschaft laufen Sturm gegen das neue grüne Gentechnik-Gesetz, das gestern im Bundestag mit der Kanzlermehrheit verabschiedet wurde. Die führenden Forschungsinstitute Deutschlands, darunter die Max-Planck-Gesellschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), hatten in einem Appell an den Bundestag eindringlich vor der Verabschiedung des Gesetzes gewarnt. Forschung und Entwicklung würden durch das neue Gesetz "faktisch unmöglich gemacht". Mehr ...

26. November 2004, 22:14

Heute: Kauf-Nix-Tag
Wikipedia: Der Kauf-Nix-Tag (Internationaler Buy-Nothing-Day) wird einen Tag nach dem Erntedankfest, am letzten Freitag im November gefeiert. Durch einen 24-stündigen Konsum-Verzicht soll gegen die ausbeuterischen Produktions- und Handelsstrategien internationaler Konzerne und Finanzgruppen protestiert werden. Außerdem soll der Otto Normalverbraucher zum Nachdenken über sein eigenes Konsumverhalten und die weltweiten Auswirkungen angeregt werden. Ein bewusstes, auf Nachhaltigkeit abzielendes Kaufverhalten jedes Einzelnen soll somit gefördert werden. Mehr ...
FRIDAY, NOVEMBER 26 2004 IS BUY NOTHING DAY. More ...

26. November 2004, 16:24

God own Country
Die "Werte" sollen die Präsidentschaftswahlen stärker bestimmt haben als die harten Themen Irak-Krieg, Krieg gegen den Terrorismus, Steuern, Gesundheitssystem oder Wirtschaft. Mit der Werteorientierung ist vor allem die religiöse Grundprägung vieler Amerikaner gemeint. Die Amerikaner sind unter den Bürgern reicher Länder am stärksten religiös orientiert. In dieser Hinsicht stehen die USA ärmeren und auch arabischen Ländern näher als den übrigen Industriestaaten. Nach einer Umfrage sagen 59 Prozent der US-Amerikaner, dass die Religion in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt. Schon im benachbarten Kanada sehen das nur noch 30 Prozent so, während in Westeuropa die Briten mit 33 Prozent an der religiösen Spitze stehen und ansonsten eher Werte von 20 Prozent und darunter zu beobachten sind. Womöglich gehört zu der religiösen und zugleich häufig patriotisch-kapitalistisch-militaristischen Sicht auch eine verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung.
Ganz erstaunlich ist immer wieder, wie sich die religiöse Orientierung der Menschen in der auch technisch und wissenschaftlich führenden Supermacht auswirkt. So sagen 55 Prozent der Befragten, dass Gott die Menschen in ihrer jetzigen Form geschaffen haben. Nur 13 Prozent sind hingegen der Ansicht, die Menschen hätten sich in der Evolution ohne Lenkung Gottes entwickelt. Mehr ...

25. November 2004, 10:02

Deutschland - Unter Durchschnitt
Ein zweites Pisa-Debakel scheint sich über Deutschland zusammenzubrauen: Nach Vorabveröffentlichungen von Ergebnissen der zweiten Pisa-Erhebung haben sich die deutschen 15-Jährigen nicht verbessert. In allen drei Teildisziplinen - Mathematik, Textverständnis und Lesen - landen sie wieder in der unteren Hälfte der Leistungstabelle. Mehr ...


... das sind 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Mehr ...

Kommentar Al: Die Deutschen sind ungebildet, sie können weder gut rechnen noch ordentlich lesen und gerade mal schreiben. Ist das Deutschlands Perspektive? Wenn sich das Bildungssystem nicht qualitativ ändert, wird Deutschland in 25 Jahren das Bildungsniveau der USA und Canada erreicht haben: Lesen und schreiben können die meisten, aber die Frage zu beantworten, was den qualitativen Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie ausmacht, bleibt den Eliten vorbehalten.
Ich bezweifle, dass die Reform des deutschen Bildungswesens politisch gewollt ist. Aus meiner (natürlich subjektiven) Sicht sehe ich folgende gravierenden Schwachstellen:

  • Es existiert kein gesamtgesellschaftlicher Bildungswille, weil Bildung auf der Werteskala dieses Staates keinen Stellenwert besitzt.
  • Auch 250 Jahre nach Kant sind in Deutschland die Ideen der Aufklärung immer noch nicht angekommen. Staat und Kirche - Wissen und Glauben - sind nicht sauber getrennt.
  • Der deutsche Föderalismus schafft ideale Voraussetzungen, um Bildung zu verhindern.
  • In allen Stufen des Bildungssystems fehlt bei Lehrenden und Lernenden der Leistungswille - Spätfolgen der 68-er-Generation und des Beamtenwesens.
  • Die Investitionen in das Bildungswesen sind zu gering (s.o.)
  • Das dreigliedrige Schulsystem ist gescheitert. Die Aufteilung der Kinder nach dem vierten Schuljahr auf Gymnasium, Realschulen und Hauptschulen führt dazu, dass schwache Schüler abgeschoben statt individuell gefördert werden... sagt der PISA-Koordinator der OECD, Andreas Schleicher.
  • Die Qualität der allgemeinen, akademischen Bildung sinkt durch die Vereinheitlichung der Hochschulabschlüsse (Bachelor, Master) und die Förderung der Elitenbildung.
  • Elitenbildung begünstigt die Wohlhabenden und ist im Interesse der Wirtschaft und des Staates. Sie geht zu Lasten des Bildungsniveaus der Gesamtbevölkerung (s. beispielsweise USA und Canada).
  • Die Medien dieses Landes tun alles für die Volksbelustigung, aber nichts für die Volksbildung.

Wo ist die politische Partei, die sich die Beseitigung dieser Schwachstellen und damit die qualitative Erhöhung des Bildungsniveaus in Deutschland auf die Fahne schreibt?

Schwarzbuch Bildung: Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird von Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie getragen und wissenschaftlich begleitet vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Fazit: Deutsches Bildungssystem in schockierend armseligen Verfassung. 25.11.04

22. November 2004, 23:31

Blaue Stunde

22. November 2004, 16:23

Victims' Names online
The Central Database of Shoah Victims' Names is now online. The Names Database is an international undertaking led by Yad Vashem, from Jerusalem. It is the attempt to reconstruct the names and life stories of all the Jews who perished in the Shoah. It is the final sign of respect we can show them. We estimate that the number of Jews commemorated in the database to date is close to three million. More ...

22. November 2004, 0:14

Inflation der Bilder
Moblog ... Register Now - It's free and Mega In !!

21. November 2004, 17:17

Schule vor 56 Jahren
Das ist die Klasse 6b im Oktober des Jahres 1948 in Salzwedel, Heinrich-Heine-Schule. Der Lehrer Karl-Heinz Franke lebt noch, wir haben ihn zur Feier unseres 50 jährigen Abiturs eingeladen.

Wie viele dieser kleinen Jungs schon unter der Erde liegen, ist kaum festzustellen, sie wurden in alle Winde verstreut. Es gelingt mir heute nicht einmal mehr, mich an alle Namen zu erinnern. Nur fünf von ihnen haben das Abitur gemacht. 1948 lag Deutschland in Trümmern und mit Millionen von Flüchtlingen zerstört am Boden. Ich war erst seit einem knappen Jahr wieder in Deutschland. Unsere Familie wurde bei Kriegsende auf der Flucht gefangen genommen und auf einem Gutshof in der Tschechei interniert. Zwangsarbeit, keine Schule, keine Schuhe. Kann man den Zustand Deutschlands im Jahre 1948 an so einem Bild erkennen? Nur an wenigen Details: An der Kleidung (lange Strümpfe mit Strumpfhalter, durchaus auch für Jungen üblich), an den Militär-Schirmmützen, am Koppelschloss mit dem abmontierten Hakenkreuz und an den Schuhen. Meine ersten Schuhe in Salzwedel waren aus Stroh. 1948 hatte ich schon Holzschuhe! Man sieht sie nicht, denn ich habe mich auf der obersten Reihe in die Mitte gedrängelt. Mein gestreifter Pullover stammt aus einem Care-Paket von Tante Erna. Sie war 1921 nach Amerika ausgewandert. Jetzt versorgte sie ihre ganze Verwandtschaft mit Kleidung, Schokolade, Ansichtskarten aus dem Yellowstone-Nationalpark und mit Bibelsprüchen...

21. November 2004, 14:14

Bestattungskostenrechner
Rubrik:
Was es nicht alles gibt

Auch beim Bestatter kann man betrogen werden - gerade dort. Die Stiftung Warentest empfiehlt dringend, das Beratungsgespräch beim Bestatter nicht ohne ein verbindliches Angebot zu verlassen. Die Preise variiren so stark, dass man sich nicht auf die Trauer um den Verstorbenen konzentrieren kann, sondern sich um das Geld kümmern muss. Bestattungskostenrechner helfen, sich vorher einen Überblick zu verschaffen und zu entscheiden, wieviel man investieren will. Mehr ...
Bei Google gibt es nichts, was es nicht gibt. Deswegen findet man dort auch ein Google Verzeichnis von Bestattungsunternehmen, die im Internet präsent sind - einschliesslich Ranking.

20. November 2004, 10:07

Sunset




mit Fernseh/\turm in Wannsee

19. November 2004, 16:07 und 16:35

Sonnenfinsternis - gleich drei Mal

Die von Hubble beobachtete Konstellation, eine dreifache Sonnenfinsternis auf dem Jupiter, tritt in zehn Jahren nur ein oder zwei Mal auf. Auf dem Foto vom 28. März haben die Monde ihrem Planeten drei schwarze, einen blauen und einen weißen Pickel verpasst. Bei den schwarzen Flecken handelt es sich um die Schatten der Jupitermonde. Das Abbild von Io befindet sich links von der Mitte, Ganymeds Schatten links am Rand und der von Kallisto rechts. Zwei der Monde sind sogar selbst mit aufs Bild gerückt: Io ist der kleine weiße Kreis in der Mitte, Ganymed der blaue rechts oben. Kallisto befindet sich rechts außerhalb des Bildbereichs. Mehr ...

19. November 2004, 12:11

Der erste Schnee

18. November 2004, 10:34

Raus aus dem Dollar

Ein Klick zur Aktualisierung !

Der Hintergrund der Dollarschwäche: Das gigantische Doppeldefizit der USA: Ein Defizit im Staatshaushalt (422 Milliarden $ in 2004) und das andere Defizit in der Leistungsbilanz (650 Milliarden $ in 2004). Die Amerikaner kaufen mehr, als sie selber herstellen, ihr Wohlstand ist auf Pump finanziert. Die Wirtschaft der USA ist abhängig von Japan und China, die durch Export in die USA und andere Länder über riesige Devisenreserven verfügen. Ein informativer Artikel dazu im SPIEGEL 47/2004, Seite 104: E-Paper ...

18. November 2004, 10:19

Der Megabit-Chip der DDR
Kurz vor der Wende lief in allen DDR-Medien eine Kampagne zur Heroisierung der DDR-Mikroelektronik. Objekt der Lobeshymnen war der Megabit-Chip. Honecker wird ein erstes Muster überreicht (im Hintergrund die 15 Meter lange Konstruktionszeichnung...), Honecker schenkt Gorbatschow einen Megabit-Chip, das Entwicklerkollektiv erhält 1988 den Nationalpreis der DDR usw. 1988 wurden erste Muster dieses Speicher-Chips präsentiert, 1989 einige Tausend Chips hergestellt und Anfang 1990 die Entwicklung mit dem produktionsfähigen Typ U 61000 erfolgreich abgeschlossen.
In den Meldungen und Reportagen war nie von einem Speicher-Chip die Rede. Dem DDR-Volk wurde suggeriert, dass die volkseigene Mikroelektronik mit dem Megabit-Chip den Anschluss an die westliche Computertechnik geschafft hat. Nur die Fachleute wussten, dass man ohne einen Prozessor (den die DDR-Industrie nie produzierte) mit diesem Chip überhaupt nichts anfangen konnte.
Daran musste ich denken, als ich gestern einen USB-Stick geschenkt bekam. Ein Speicher-Chip als Schlüsselanhänger, 60 x 18 x 8 mm. Ein GigaByte als Werbegeschenk! Wie hat sich die Zeit in 15 Jahren verändert: 1 MBit im Vergleich zu 1 GByte ... das ist der Faktor 8 x 1000 ! Hier is was los ...!!

18. November 2004, 0:04

Noch 85 Jahre Staatsschulden
Diese Bemerkung schickte der Präsident des Bundesrechnungshofes, Dieter Engels, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2004 vorweg, um den Ernst der Haushaltslage zu unterstreichen:„Ich gestehe ein, es fällt mir zunehmend schwerer, die Entwicklung der Bundesfinanzen mit Worten zu beschreiben, welche die traditionellen Grenzen dieser Zurückhaltung nicht überschreiten”, fügte Engels an.
Der Bund würde bei jährlicher Tilgung von zehn Milliarden Euro 85 Jahre brauchen, um seine Schulden abzutragen, aber nur, wenn er keine neuen Kredite aufnehme, illustrierte Engels das Ausmaß der Verschuldung.
Mehr ... und mehr ...

16. November 2004, 18:04

IQ and Politics

Daniel machte mich auf diesen Link aufmerksam. Danke. Für mich geht es hier nicht um den vordergründigen Aspekt, dass Leute mit niedrigem IQ Bush gewählt haben. Es ist schon seit mindestens vier Jahren klar, dass Bush die Analphabeten und die Erleuchteten im Visier hat. Interessanter ist, dass es undenkbar wäre, eine ähnliche Liste, beispielsweise mit den 16 Ländern der Bundesrepublik Deutschland, im STERN zu veröffentlichen: Von Bremen (Ostfriesland!): IQ 85 bis Hessen (Frankfurt!) IQ 113. Warum ist das unvorstellbar?
In Deutschland wirkt der Holocaust der Nazis an den Juden nach. Er beruhte auf den Nürnberger Rassegesetzen. Bis heute sind in Deutschland Forschungen tabu, die im weitesten Sinne genetische Unterschiede zwischen Gruppen von Menschen betreffen. Dazu gehören auch Forschungen über divergente Intelligenz von Menschengruppen oder Völkern, auch wenn solche Unterschiede tatsächlich existieren. Die Deutschen aber wollen nie mehr in den Dunstkreis von Rassentheorien geraten.
Ein zweiter Aspekt ist objektiver Natur. Wie misst man den IQ? Es existiert keine einheitliche, wissenschaftliche Auffassung darüber, was Intelligenz ist. Die Gründe dafür liegen in der Tatsache, dass wir zu wenig darüber wissen, was in unserem Kopf passiert. Wenn aber unklar ist, was Intelligenz ist, sollte man erst recht nicht darauf aus sein, die Intelligenz zu messen - noch dazu in einer Einwert-Aussage! Unseriös ist es unter diesen Umständen, die Intelligenz 'der Ostfriesen' messen zu wollen, um sie mit der der Sachsen oder der Berliner zu vergleichen. Das gilt selbstverständlich auch für die USA zwischen Connecticut und Mississippi.
Ich halte zwar nichts von Bush - sein IQ aber interessiert mich überhaupt nicht. Sein Verhalten und seine bisherigen 'Leistungen' sind es, die ihn disqualifizieren.

16. November 2004, 22:33

Rettung durch die Brennstoffzelle?
Die umgekehrte Elektrolyse von Wasser sieht wie der ideale Prozess zur Stromerzeugung aus: Es ist eine 'kalte' Reaktion, theoretisch entsteht keine Wärme und es muss auch keine Wärme zugeführt werden. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der bei normaler Umgebungstemperatur abläuft. Es werden keine beweglichen Teile benötigt und das Reaktionsprodukt ist Wasser. 'Brennstoff' für diese Stromerzeugung ist massenweise vorhanden: Wasserstoff und Sauerstoff sind überall verfügbar: Wasser besteht zu zwei Dritteln aus Wasserstoff und 21 Prozent der Luft ist Sauerstoff.
Es scheint so, als ob dieser Prozess ein reales Perpetuum Mobile ist. Aus theoretischer Sicht sind damit alle Energieprobleme der Menschheit gelöst, denn billiger Strom aus unerschöpflichen Recourcen scheint in Aussicht.
Aus theoretischer Sicht. Praktisch gibt es mindestens zwei Probleme: Erstens ist Wasserstoff ein chemisches Element, das in freier Form in der Natur nicht vorkommt. Zweitens sind schwierigste Probleme zu lösen, um die umgekehrte Elektrolyse von Wasser technisch zu realisieren. Mehr bei Al ...

16. November 2004, 12:36

Atlantis entdeckt?
"Wir haben definitiv die Akropolis von Atlantis gefunden", sagte US-Forscher Robert Sarmast bei einer Pressekonferenz in Limassol auf Zypern.

Atlantis soll demnach auf einem rechteckigen Plateau gelegen haben, das vor rund 11.000 Jahren versunken sei und heute rund eineinhalb Kilometer unter der Meeresoberfläche zwischen Zypern und Syrien liege. Auf Sonarbildern seien ein großer Hügel, Gräben und Wälle zu erkennen. Eine der Mauern erstrecke sich über eine Länge von drei Kilometern. Mehr ...

15. November 2004, 23:22

Wohin mit der Wärme?

Quelle: c't, Heft 24,/2004

15. November 2004, 13:59

Mann muss gut riechen
Ergebnisse einer Studie zum weiblichen Orgasmus von Anja Lehmann, Charité Berlin:
In der Hitparade der Rahmenbedingungen, die für das Erleben eines Höhepunkts wichtig sind, steht bei den Frauen der „Geruch des Partners“ ganz oben. An zweiter Stelle folgt – etwas diffuser, aber nicht überraschend: die „Stimmung“. Konkreter wiederum, was auf Platz drei bis fünf zu finden ist: Die Hygiene des Partners, die Klitoris-Stimulation und eine „Sicherheit vor Krankheiten“. Auch Offenheit, Vertrauen und Attraktivität sind erwartungsgemäß nicht ganz unwichtig.
Für das erste Erwachen sexueller Empfindungen ist aber offensichtlich oft nicht ein Partner, sondern die Erkundung des eigenen Körpers wichtig: Die Hälfte der befragten Frauen erlebte ihren ersten Orgasmus bei der Masturbation. Für fast 78 Prozent spielt Selbstbefriedigung auch später eine Rolle. Ohne die Stimulierung der Klitoris ist ein Orgasmus bei Frauen kaum möglich. Andererseits machten 18 Prozent der Frauen zu diesem Thema überhaupt keine Angabe. Trotz der allgegenwärtigen Sexualisierung unserer Gesellschaft gibt es hier immer noch ein Tabu. Mehr ... und mehr ...

15. November 2004, 4:44

Harper's Index October 2004
Factor by which the number of U.S. girls under 19 who got breast implants last year exceeded the number who did in 2002 : 3. Chance that a southern Sudanese girl will complete primary school : 1 in 100. Number of banks robbed in Davenport, Iowa, while John Kerry and George Bush gave speeches there on August 4: 3. More ...

15. November 2004, 4:12

SPIEGEL komplett online
Seit einer Woche ist die Zeitschrift DER SPIEGEL komplett auch online 'einzusehen'. Ich drücke mich vorsichtig aus, denn sooo habe ich mir den SPIEGEL als E-Paper nicht vorgestellt. Gestern Abend habe ich mich für ein Probeabo angemeldet. Es funktionierte nicht wie angekündigt ab Mitternacht und auch noch nicht am Sonntagmorgen. Jetzt ist das E-Paper zwar online - aber so wird das kein Geschäft werden! Das ist Spielerei, aber keine verkaufsfähige Lösung:

  • Man kann in der aktuellen Ausgabe blättern, sieht sie aber nur im Briefmarkenformat (s. Bild).
  • Klickt man auf eine Seite, erscheint der (unformatierte) Text in lesbarer Form.
  • Die Bilder lassen sich nicht vergrössern, also auch nicht betrachten. Damit sind alle Grafiken, Tabellen und Diagramme nur indirekt (via download einer PDF-Datei) verfügbar.
  • Bild und Text lassen sich nicht capturen (Äquivalent zum Scannen der Printausgabe).
  • Artikel lassen sich nicht mit einem Link zitieren.
  • Ein Link (zum Beispiel auf Seite 176, s.u.) führt nur zur Briefmarkenversion des SPIEGEL, ohne lesbaren Text. Das Blättern funktioniert, aber nur mit Trick 17 ...!
  • Auf der WebSite SPIEGEL ONLINE ist das E-Paper nicht zu finden. Es gibt keinen Button. Unbegreiflich, aber wenigstens das wird ja noch werden ...!
  • Der Begriff E-Paper ist eine wirre Kopfgeburt. Dieser SPIEGEL hat ja gerade NICHTS mit Papier zu tun! Jeder andere Begriff ist besser: Web-SPIEGEL, online-SPIEGEL, www-SPIEGEL, E-SPIEGEL, SPIEGELdigital, SPIEGELnet, SPIEGELINE usw.
  • Wie kann man so dumm sein, auf den Begriff SPIEGEL im neuen Namen zu verzichten?!
  • Mit E-Paper wurde die Internetpräsenz realisiert, das aber ist kein Name für das SPIEGEL-Produkt!

Bald fliege ich wieder für ein paar Monate auf eine warme Insel am Äquator. Wenn bis dahin (unter welchem Namen auch immer) nicht jede einzelne Seite des SPIEGEL komplett auf dem Bildschirm zu sehen und beliebig zu zoomen ist, werde ich für den neuen Service nichts bezahlen. Die Redaktion stellt sich mit ihrer Angst vor Raubkopierern (wovor sonst?) selber ein Bein. Dabei gibt es nur die Wahl zwischen einem (geringen) Copy-Risiko und einer Briefmarkenversion des SPIEGEL, die nicht nur im Ausland ohne jeden Wert ist.

14. November 2004, 21:53

Weltweit transgene Bäume
Ein bedrückender Artikel im aktuellen SPIEGEL 47/2004, Seite 176: Neue Bäume für das Land. Weltweit werkeln Forscher am Erbgut von Pappeln, Esskastanien und Eukalyptusbäumen herum. Die Designergehölze sollen die Forstwirtschaft revolutionieren, Böden sanieren und die Herstellung von Papier umweltfreundlicher machen. Naturschützer befürchten einen 'stillen Wald' voller Laborbäume. Mehr ...

E-Paper: Link zu Seite 176 ...

14. November 2004, 11:23

Das Bild des Tages
Endlich mal was zum Lachen bei H.M.Broder, rechter Schmock und eifrigster Claqueur von G.W.Bush:

13. November 2004, 18:18

Faschismus in Amerika ?!
Norman Mailer im STERN 47/2004: Wenn wir weder eine große Wirtschaftskrise erleben noch einen Anschlag wie den vom 11. September, werden wir uns irgendwie durchmogeln. Wenn es aber zum Schlimmsten kommt, dann bewegen wir uns in Richtung Faschismus, auch wenn es niemand so nennen wird. Mehr ... und mehr ...

13. November 2004, 17:28

Theaterkulisse

13. November 2004, 15:42

Wieder Spass mit Die Bahn
Ich habe es satt, mich jedes Mal eine halbe Stunde nach einer Fahrkarte im 'Reise Center' der Bahn anzustellen und melde mich an, um Fahrkarten online zu buchen. Es handelt sich um ein Verfahren, bei dem man die Fahrkarte am heimischen PC ausdrucken kann, der Fahrpreis wird vom Konto abgebucht. Die Anmeldung funktioniert einwandfrei.
Offenburg im Schwarzwald ist das nächste Reiseziel. Ich brauche ein Ticket für den CityNightLine und will das erste Mal den Ausdruckservice nutzen. Die Probleme fangen schon vor der Buchung an. Das Sonderangebot ist nicht online zu buchen, ich muss die Telefon Hotline 01805 141514 (12 C/min) benutzen. Aber ich kann per Telefon bezahlen: Bevor mir die Dame am Servicetelefon bestätigt, dass ich eine Fahrkarte bestellt habe, ist sie schon von meinem Konto abgebucht! Am heimischen PC kann man dieses Ticket aber nicht ausdrucken, wird mit mitgeteilt. Mit der Auftragsnummer muss ich wieder in ein Reise Center der Bahn. Dort stehen Fahrkartenautomaten und dort kann und soll ich mir das Ticket ausdrucken. Wenn ich die Fahrkarte zugeschickt haben möchte, kostet das 2,50 Euro extra.

Im Reise Center Friedrichstrasse stehen diese Fahrkartenautomaten. Ich finde im tief gestaffelten Menü die Funktion, mit der ich meine Fahrkarte ausdrucken kann. Autorisierung in vier Varianten. Keine dieser Varianten funktioniert. Der Automat teilt mir jedes Mal ungerührt mit: Sie haben keine Fahrkarte vorbestellt.
Noch vier Tage bis zur Abfahrt des Zuges. Ich telefoniere am Sonnabend mit der Hotline. Man will mich noch einmal an einen anderen Automaten schicken. Das lehne ich ab und verlange, dass man mir das Ticket mit der Post zugeschickt, ohne zusätzliche Kosten. Das wird zugesagt. Später stelle ich fest, dass sofort wieder 2,50 Euro abgebucht wurden.
Am Mittwoch, 3. November 2004, 21:24 Uhr fährt der Zug ab. Bis 16 Uhr ist kein Ticket bei mir angekommen. Ich telefoniere wieder mit der Hotline. Als die Dame am anderen Ende das Problem erfasst hat, legt sie vor Schreck auf: 'Ich melde mich in einer Viertelstunde wieder!' Sie meldet sich tatsächlich und entschuldigt sie sich in aller Form. Dann teilt sie mir mit, in welchem Wagen des Zuges (Hin- und Rückfahrt!) ich welchen Liegeplatz habe. Sie sagt zu, das Zugpersonal davon zu informieren, dass ich ohne Fahrkarte einsteige (im Zeitalter des Handys kein Problem, sollte man meinen).
Weder auf der Hin- noch auf der Rückfahrt, weiss das Zugpersonal, dass ich ohne Fahrkarte einsteige. Aber man ist nicht erstaunt. Ohne lange Diskussionen kann ich auf meiner Liege schlafen. Die grösste Leistung der Bahn bestand offensichtlich darin, meine Plätze nicht zweimal zu verkaufen.
Per Post sind die Tickets bis heute nicht angekommen. Mit wenigen Mausklicks habe ich mir die 2,50 Euro zurück geholt. Toller Service bei meiner Bank: Zu Lasten der Bahn, denn das kostet sie 3 Euro. So kann ich jetzt vielleicht mit Die Bahn 'Verstehen Sie Spass?' spielen. Mehr Spass ...

13. November 2004, 7:58

Firefox deutlich vorn

Quelle: CHIP Dezember 2004

12. November 2004, 19:46

Arafat beigesetzt
Der Leichnam von Präsident Arafat ist heute in Ramallah beigesetzt worden. Die Zeremonie in Arafats Hauptquartier musste wegen der Gefühlsausbrüche unter den zehntausenden Palästinensern verkürzt werden. Die Lage auf dem Gelände der "Mukata" geriet zeitweise vollständig außer Kontrolle. Mehr ...

Quelle: Spiegel Online

12. November 2004, 16:17

Morning Viva

10. November 2004, 7:24 und 23:23

Schulden 2004
Die Passiva der Privathaushalte liegen nach Angaben der Bundesbank bei gut 1,5 Billionen Euro. Damit sind sie fast doppelt so hoch wie noch 1991. Deutschland wird zur Schuldenrepublik - und immer mehr Menschen übernehmen sich dabei. Das Familienministerium geht davon aus, dass in Deutschland gut drei Millionen Haushalte überschuldet sind - 50 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Und die Zahl der Privatinsolvenzen wird in diesem Jahr um rund 40 Prozent auf fast 50000 steigen. Mehr ...
Der Schufa-Schuldenatlas 2004 >>

10. November 2004, 22:51

Kaufrausch 2004

10. November 2004, 21:37

9. November - Nationalfeiertag
Gerhard Schröder wollte vor ein paar Tagen den Nationalfeiertag abschaffen. Herr Bundeskanzler, DAS wird an Ihnen hängen bleiben! Auf diese Idee konnte nur jemand kommen, der die 40 Jahre in der DDR nicht mitgemacht hat. Dass sogar Spitzenpolitiker so unsensibel und geschichtslos sind, ist kaum zu fassen. Aber es gibt eine einfache Erklärung dafür: Das sind alles Wessis! Was damit angerichtet worden wäre, ist meinem Bruder (73) sofort aufgefallen, denn Dank seiner soliden naturwissenschaftlichen Bildung (genossen in der DDR), hat er nicht nur eine Vorstellung davon, wieviel 0,1 Prozent sind, sondern er kann auch rechnen. Hier sein Originaltext vom 04. November 2004:

In den Nachrichten war heute zu hören, was bisher nur als Gerücht zu vernehmen war: Herr Eichel bestätigte, dass angedacht wäre, den Tag der Deutschen Einheit (bisher fest auf dem 03. Oktober verankert) ab 2005 auf den jeweils ersten Sonntag im Oktober zu verlegen... Neben den möglichen Spareffekten möchte ich hier auf ein ganz anderes, dadurch auf uns zukommendes, spezielles Problem hinweisen: Durch diese Festlegung fällt mathematisch zwangsläufig dieser Gedenktag auf ein Sonntagsdatum zwischen dem 01. und dem 07. Oktober. Damit ist abzusehen, dass der Tag der Deutschen Einheit auch mal auf den 07. Oktober fallen wird (bei den Ossis schrillen die Alarmglocken, den Wessis aber fällt nichts auf). Am 7. Oktober dieses Jahres hat meine Berliner Zeitung noch an den 55. Jahrestag der Gründung der DDR im Jahre 1949 erinnert. Kalenderberechnungen sind mein Hobby und so habe ich, auf meiner Liege ruhend, mal ein paar Kalenderjahre vor meinem inneren Auge ablaufen lassen. Schon im Herbst des Jahres 2007 können wir am 07. Oktober erstmals des 58. Gründungstages der DDR und des Tages der Deutschen Einheit gemeinsam gedenken! Dann können wir wohl mit Fug und Recht behaupten: "Einheit vollendet!" ... oder so ähnlich.

Inzwischen wurden Schröder und Eichel ausgebremst und das Vorhaben wurde abgeblasen. Die Panne aber wäre doch eine gute Gelegenheit, noch einmal über das Datum des Tages der Deutschen Einheit nachzudenken. Fast jeder Deutsche (in Ost und West!) kann sich an den Mauerfall am 9. November 1989 erinnern. Der 3. Oktober 1990 hat nicht annähernd das gleiche emotionale Potential. Wer hat warum verhindert, dass der 9. November der deutsche Nationalfeiertag wurde? Ich kann mich erinnern, es gab eine gewaltige Diskussion darum. Aber wie beim gesamten Beitritt bestimmte auch hier der grosse westdeutsche Bruder, welche Regeln in der gemeinsamen Familie künftig gelten sollten. Mir ist das egal, mein Nationalfeiertag ist HEUTE - Es gibt nur noch ein oder zwei andere Tage in meinem Leben, an denen ich so viel Schwein hatte !!

09. November 2004, 20:33

Berlin, 9. November 2004:
Regen in Ost und West - auch vor 15 Jahren ...

09. November 2004, 7:58, 8:04, 8:14 und 8:49

So produziert man Terroristen
Ein ursprünglich (wahrscheinlich) harmloser Araber (28) wurde in Guantanamo zum vollendeten Terroristen. Er wird selber keine Bomben werfen, aber er wird bis ans Lebensende als Prediger allen Leuten seiner Umgebung erzählen, wie dumm die Amerikaner sind und wie gebildet und aufgeklärt im Vergleich dazu jeder Muslim ist. Ein sehr aufschlussreicher Artikel im aktuellen SPIEGEL Nr. 45, Seite 78, den man auch online hier nachlesen kann. Bush hat sich gerade zum Wahlsieger und damit zum Präsidenten der USA mit einer zweiten Amtszeit erklären lassen. Kerry hat die Niederlage eingestanden. Ich wünschte, beide würden diesen Artikel lesen. Natürlich kommen sie nicht auf solche absurde Ideen.

03. November 2004, 17:47

Wegwerfgesellschaft
Vor fast einem Jahr habe ich diese Mouse über den grünen Klee gelobt. Die Wireless IntelliMouse Explorer 2.0 von Microsoft. Sie ist auch wirklich gut, aber plötzlich und unerwartet funktionierte sie nicht mehr. Ich vermute, der Sender hat seinen Geist aufgegeben. Ich habe die Mouse bei Saturn gekauft und als ordentlicher Mensch finde ich auch schnell den Kaufbeleg wieder, der auch Garantieschein ist. Zwei Jahre Garantie. Mit der Mouse und der Quittung fahre ich mit dem Fahrrad durch das graue Novemberwetter zu Saturn.
Ein mürrischer Verkäufer moniert, dass ich auf der Software-CD das Kaufdatum notiert habe. 'So nimmt mir Microsoft die Mouse nicht wieder zurück!' 'Ich will die Mouse ja nicht zurückgeben, ich möchte, dass sie die Mouse reparieren, denn ich bin mit ihr sehr zufrieden (wenn sie funktioniert).' Der Verkäufer wird noch unwilliger. Er druckt eine Quittung aus, wirft die heile Maus und den defekten Sender demonstrativ in seinen Papierkorb und sieht mich vorwurfsvoll an. 'Sechzig Euro im Eimer', sagt seine Miene, laut sagt er: 'An der Kasse wird ihnen der Preis zurückerstattet.' Auf meine Frage, ob denn Saturn keine Techniker hat, die den Sender wenn schon nicht reparieren, dann wenigstens austauschen können, sieht er mich nur mitleidig an. Er ist fest davon überzeugt, dass ich völlig ahnungslos bin, wie so ein Betrieb wie Saturn im Zeitalter der Globalisierung funktioniert. 'Lohnt es sich nicht wenigstens, ein Outsourcing Unternehmen einzuschalten, eine ICH AG, einen von den vielen arbeitslosen Ingenieuren?' Wortlos überreicht mir der Verkäufer den Auszahlungsbeleg. Er sagt nichts, aber er denkt sich sein Teil: 'Das sind meine liebsten Kunden: Sie leben und denken hoffnungslos hinter dem Mond, aber den Kaufbeleg finden sie auch nach Jahren wieder!'

02. November 2004, 22:23

Nordpol 2100 eisfrei ?
Einer neuen Studie zufolge trifft der Klimawandel die Arktis besonders stark. Die Temperaturen steigen deutlicher, Gletscher schmelzen schneller als anderswo. Ökosysteme sind bedroht. Die USA wollten die Studie bis nach den Wahlen zurückhalten, sagen Wissenschaftler.
"Der Klimawandel findet in der Arktis besonders intensiv statt", lautet das Fazit der Studie Arctic Climate Impact Assessment (ACIA) über Klimafolgen für die Arktis, die der taz vorliegt.
Mehr als 300 Forscher haben an dieser Studie mitgewirkt, die in vier Jahren zusammengetragen wurde. Ursprünglich sollte sie Ende Oktober öffentlich debattiert werden, doch der Termin wurde auf Mitte November verschoben - bis nach den USA-Wahlen also. Und zwar auf Druck der Bush-Regierung, wie teilnehmende Forscher beklagen. Die USA sind Mitglied des Arctic Council

Die Studie zeichnet die bereits absehbaren Folgen des Klimawandels in der nördlichen Polregion nach: Die Temperaturen in der Arktis sind zuletzt fast doppelt so schnell gestiegen wie in den gemäßigten Breiten. In Alaska und Kanada ist es durchschnittlich 3 bis 4 Grad Celsius wärmer als noch 1950; bis Ende dieses Jahrhunderts werden es weitere 4 bis 7 Grad sein. Die Folge: In den Polgebieten schmelzen die Gletscher schneller als anderswo, die Flüsse tragen mehr Wasser, und das Meerwasser wird weniger salzig. "Hält der Trend an, könnten sich Meeresströmungen verändern, die stark das regionale Klima beeinflussen", warnen die Forscher.
In den letzten Jahrzehnten hat sich auch der Permafrostboden um 2 Grad erwärmt, jedes Jahr taut es tiefer in die Erde hinein. Auch das hat einen sich selbst verstärkenden Effekt: Dadurch wird Methan aus dem Boden freigesetzt - ein besonders stark wirkendes Treibhausgas.

Auch auf dem Meer findet sich immer weniger Eis: In den vergangenen 30 Jahren ist die Eisbildung im Sommer um ein Fünftel zurückgegangen; zum Ende des Jahrhunderts erwarten die Forscher im Sommer sogar einen eisfreien Nordpol. In den vergangenen 100 Jahren ist der Meeresspiegel um 10 bis 20 Zentimeter gestiegen; ein halber Meter wird nach Schätzungen der Forscher in diesem Jahrhundert noch dazukommen.
Die Vegetation wird sich drastisch ändern: Die Wälder werden sich immer weiter nach Norden ausbreiten - und die einheimische Flora wie Fauna vertreiben. Eisbären, Karibus, Walrösser, Vögel und Robben werden weniger Platz zum Leben haben. Auch die Kultur der Ureinwohner ist damit bedroht. Mehr ...

02. November 2004, 17:44

November

02. November 2004, 15:43

Egal ob Bush oder Kerry ...
Spätestens im Irak sollten die USA erkennen, dass sie alleine unfähig sind, den Weltpolizisten zu spielen. Vom Anspruch Nation Building zu betreiben, gar nicht zu reden. Die USA besitzen die Lufthoheit über dem Irak und vielleicht können sie auch seine Seewege kontrollieren. Aber trotz eines horrenden Militärbudgets (Eine Milliarde Dollar pro Tag!) und hunderter Stützpunkte in fast allen Ländern dieser Erde, sind sie nicht einmal in der Lage, als Besatzer im Irak für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Das gibt zu denken! Im Irak zeigt sich auch, dass die Demokratie westlicher Prägung durchaus nicht die einzige und beste aller Gesellschaftsordnungen ist. Beispielsweise sind Demokratie und die Clanstrukturen der muslimischen Welt ganz offenbar nicht kompatibel. Nation Building ist nichts anderes als Illusion.

Akzeptiert und toleriert der Westen die qualitativ unterschiedlichen Kulturen der dritten Welt nicht als gleichwertig, wird der Terrorismus wachsen. Terrorismus, Unvernunft und fehlende Energie werden dann früher oder später dazu führen, dass der reiche Westen Mauern gegen die anstürmenden Armen baut. Der Wohlstand muss verbarrikadiert werden, um ihn (auf Zeit) zu erhalten. Die Anfänge sind bereits zu beobachten: Einschränkung der persönlichen Freiheiten (Patriot Act) und verschärfte Einreisebedingungen in den USA, Stärkung des Zentralstaates in Russland, der 'Sicherheitszaun' in Israel und ein deutscher Innenminister Schily, der Big Brother organisiert, in Nordafrika Flüchtlingslager bauen will und Verständnis für die israelische Sperranlage zeigt, höher und undurchdringlicher als die Berliner Mauer je war.

Im Endeffekt könnte der weltweite Terror das Fass der sowieso vorhandenen Widersprüche zum Überlaufen bringen und das Ende der Globalisierung, des Pluralismus, der Freizügigkeit und der Freiheit des Einzelnen bedeuten: Übrig bleibt nur noch Rückzug hinter Palisaden, bis die Recourcen aufgebraucht sind. Das Ende der 'Freien Welt': Gefangen von Reichtum und Wohlstand und der Überzeugung, davon unter keinen Umständen etwas abzugeben.

02. November 2004, 16:31

Today: Bush or Kerry ?!

www.washingtonpost.com, 2. November 2004

02. November 2004, 8:44

Evolution der Augen
Biologen vom Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg und den Universitäten Gießen und Marburg: "Was wir herausgefunden haben ist, dass das Repertoire an photorezeptiven Zellen, wie wir sie heute in den Augen von Mensch, Wirbeltieren, Fischen oder Insekten finden, schon beim letzten gemeinsamen Vorfahren vorlagen", erklärt Jochen Wittbrodt im Gespräch mit Telepolis. "Die Daten, die wir gefunden haben, könnte man so interpretieren, dass bereits in den Vorläufern aller Wirbeltiere und Nichtwirbeltiere tatsächlich Vorläuferzellen der Augen vorlagen. Und das bedeutet, dass die zellulären Bausteine der Augen der verschiedenen Organismen sehr alt sind, auch wenn die Augen selbst immer wieder neu aus ihnen zusammen gesetzt werden können." Mehr ...

01. November 2004, 1:23

 

 

   

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